Inge Dillenburger wurde am 19. April 1925 in Berlin geboren. Ihr Vater, Götz Freiherr von Groll (1884-1951), stammte aus einer schwäbischen, 1816 aus Österreich zugezogenen Beamten-familie, Mutter Therese von Bünau (1891-1983) war preußische Offizierstochter.
Nach dem Abitur im Jahr 1942 studierte sie an der Freien Universität Berlin, der University of Arkansas in den USA und der Universität Stuttgart Sprachen, Literatur und Politikwissenschaft. Aus familiären Gründen nahm sie 1977 ihr Studium wieder auf und beendete es 1980 mit dem Staatsexamen für das höhere Lehramt. 1983 bis 1986 schloss sie ein Studium in Erwachsenenpädagogik an, mit dem Abschluss als Diplompädagogin.
Eine Berlinerin in Schwaben - oder eine Schwäbin aus Berlin - beides trifft auf Inge Dillenburger zu. Ihren ironischen Humor hat sie aus der »Weltstadt mit Herz und Schnauze« mitgebracht, dazu Optimismus und Lebensmut. Fleiß und Ausdauer sind ihr schwäbisches Erbe.
Heirat und die Geburt von sechs Kindern, dazu soziales und kommunalpolitisches Engagement ergeben ein reiches, erfülltes Frauenleben.
Sie ist Mitbegründerin und Initiatorin zahlreicher Aktivitäten im Bereich der Jugendarbeit, wie beispielsweise des Bundes der Jugendfarmen in Stuttgart (1972), der Jugendfarm Ludwigsburg (1973), des Robinson Spielplatzes Neckarweihingen (1975) sowie der Nachbarschaftshilfe in Neckarweihingen (1976). Von 1989 bis 1997 Mitglied der Freien Wähler im Stadtteilausschuss Neckarweihingen war sie Mitbegründerin und 2. Vorsitzende des Bürgervereins Neckarweihingen (1993).
Weiterhin hat Inge Dillenburger den Literarischen Gesprächskreis Ludwigsburg e.V. (1982) ins Leben gerufen. Ihr Mann Helmut Dillenburger, Redakteur und Sachbuchautor, ermutigte seine Frau zum Schreiben. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher, darunter auch Jugendbücher und Familienromane, die in Ludwigsburg und Umgebung spielen.
1981 gründete Inge Dillenburger die Schreibwerkstatt der Volkshochschule Ludwigsburg. 1992 wurde ihr die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg und 2000 der Kulturteller der Stadt Ludwigsburg verliehen, am 7. Mai 2007 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für ihr Engagement im sozialen, kommunalen und kulturellen Bereich und als Vorbild für »lebenslanges lernen«.

Staatssektretär Dr. Birk heftet inge Dillenburger das Bundesverdienstkreuz an.
Nachweise
Kürschners Deutscher Literaturkalender 1978, (Saur) München, S.181 (und alle folg. Ausgaben).
The World Who is Who of Women, (IBC) Cambridge 1980, S.270.
Autoren in Baden-Württemberg, (Silberburg) Stuttgart 1981, S.117 (auch im Internet).
Menschen unserer Zeit aus dem Landkreis Ludwigsburg, Ubstadt-Weiher 1991, S.70/71.
Who is who in Germany, Montreal 2002, S.114.
Autorinnen in Stadt und Kreis Ludwigsburg vom 18.-20.Jahrhundert, Hirzel, Stuttgart 2007.
Who is who in Germany, Hübner, CH (2007).
Interview
Hörfunk-Interview, SWR 1, 15.Nov.1993, 8-12 Uhr Radio Markt (Hartmut Oesterle)
Pressespiegel
Ludwigsburger Kreiszeitung, 30.1.2001 (Julia Essich): Das ganze Leben ist von der Literatur bestimmt. Drei neue Bücher der Ludwigsburger Autorin Inge Dillenburger.
Stuttgarter Zeitung, 21.Mai 2004 (Carola Sauer): Manches ist zu schön, um damit allein zu sein. Inge Dillenburger hat viel zu erzählen und das tut sie auch in Buchform.
Ludwigsburger Kreiszeitung, 8.Mai 2007 (Angelika Baumeister): Erfolgreiche Autorin und engagierte Bürgerin. (Verleihung Bundesverdienstkreuz 1.Klasse, mit Foto).
Bundesverdienstkreuz für Inge Dillenburger, Mitteilung des Ministeriums für Kunst und Wissenschaft Baden-Württemberg.
Rezension Indianersommer von Uwe Czier in der LKZ vom 28.Mai 2008.
Bietigheimer Zeitung, 18.2.2009, Bericht über Buchpremiere in der Ludwigsburger Stadt- bibliothek von Das alles bist dann du – Vom Vergnügen, alt zu werden – Lebensbilanz einer überlebenden Zeitgenossin“ (Stieglitz Verlag 2008).
Zahlreiche Berichte über Lesungen und Vorträge in der LKZ, Marbacher Zeitung u.a. örtlichen Blättern (seit 1982). Alle archiviert im Autoren-Archiv Dillenburger